Netiquette – Ministern Aigner verlangt Regeln – Telekom stellt 101 vor

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner hat bereits gestern über Verhaltensregeln im Internet sinniert. „Wir bräuchten einen Ehrenkodex, eine Art Knigge, zehn goldene Regeln – kurz, knapp und klar. Solche Regeln könnten jedoch nur aus der Internet-Community kommen… Es wäre schön, wenn die Nutzer selbst Vorschläge machen würden“ erläutert sie und meint eigentlich genau die Menschen, derentwegen sie solche Regeln verlangt.

Dies wird nun auch von der Telekom unterstützt, die 101 Regeln für das Internet konzipiert haben. Die Forscher der Telekom haben gemeinsam mit dem Royal College of Art in London und der Deutschen Knigge Gesellschaft ein halbes Jahr lang in Workshops mit Teilnehmern aus mehr als zwölf Nationen das Benehmen in der digitalen Welt ergründet. Das Ergebnis, das in dieser Woche präsentiert wird, ist eine Sammlung von 101 Benimmregeln, das auf einer eigenen Internetseite fortlaufend aktualisiert werden soll.

Bei diesen Workshops wurden so einige Fragen aufgeworfen, wie z.B. ob es unhöflich sei, eine Kontaktanfrage des Chefs über eine Social Community abzulehnen. Oftmals tauchten Fragen auf, die schlichtweg auf kulturellen Unterschiede basierten. „Japaner erwarten eine schnellere Antwort auf E-Mails… Amerikaner hingegen sind aktiver bei der Preisgabe auch von verfänglichen Fotos im Internet, Südeuropäer hingegen parlieren am Telefon lauter als Nordeuropäer.“

Warum konzipiert ausgerechnet die Telekom solche Regeln? „Wir brauchen Verhaltensregeln für einen guten Umgang miteinander“, sagt Telekom-Chef René Obermann. Sie verdienen ihr Geld mit modernen Kommunikationsmitteln und hat daher Interesse daran, Kommunikationsregeln aufzustellen, die den Umgang miteinander, also den Kunden, einfacher macht.

Wer nun Interesse an den 101 Netiquette Regeln bekommen hat, kann sie sich hier zu Gemüte führen. Aber wie seht ihr das? Sollte man wirklich Regeln für das Internet aufstellen? Wie geht ihr miteinander um?

Quelle: welt.de

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