Spielebranche im Umbruch hofft auf die Gamescom

Es ist das erste Mal seit sieben Jahren, dass die Zukunftsbranche, die Computerspiele-Industrie, ein Umsatzminus verzeichnen muss. Für Spiele-Entwickler und Händler hängt nun vieles davon ab, wie gut die Neuheiten bei der Gamescom beim Publikum ankommen. Studien des Branchenverbandes BIU sowie der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) zeigen, dass im ersten Halbjahr der Umsatz mit Computerspielen im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf 632 Mio. Euro gesunken sei.

„Die Stückzahlen schrumpften ebenfalls um 4 Prozent auf 24,7 Mio. verkaufte Einheiten. Für das Gesamtjahr erwartet BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters „eine schwarze Null“. Wolters kann sich dabei auf Angaben der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die das Konsumentverhalten auch auf dem Gebiet der Computerspiele mit Hilfe repräsentativer Umfragen unter rund 25.000 Konsumenten ermittelt“. „Besonderes Sorgenkind“ sind laut Verband die mobilen Spielkonsolen: Der Umsatz mit Software für Geräte wie Nintendo DS und Sonys Playstation Portable brach um ein Viertel ein. Grund sei wahrscheinlich, dass es in diesem Bereich schon länger keine großen Neuheiten mehr gegeben habe.“ sagt er.

Neue Technologien müssen da her, vor allem das Konsolengeschäft soll voran getrieben werden. Microsoft bringt mit Kinect eine Bewegungssteuerung für die Xbox 360 heraus, Sony mit Move ein ähnliches Gerät für die Playstation 3. Gespielt wird nun mit dem ganzen Körper, wie es die Wii von Nintendo schon seit langem vormacht.“Mit der Bewegungssteuerung sprechen die Hersteller nicht nur typische Spieler an, sondern erschließen neue Zielgruppen. Dann macht die Mama mal Yoga“, sagt Pagella, PwC-Analyst.

Gute Aussichten auf Erfolg haben die Spiele, die mal eben zwischendurch zu spielen sind. Die meisten Kinder, die mit Konsolen und PC-Spielen aufgewachsen sind, sind jetzt meisten selbst Eltern, spielen aber noch gern. Allerdings haben sie weniger Zeit, daher müssen die Spiele schnell zu spielen sein. Dies wirkt sich aber auf das Preisgefüge aus, da zahlreiche Online-Games gratis sind. Für 2011 wird aber ein Wachstum von 1,5 Prozent erwartet, ab 2012 sogar auch wieder Wachstumsraten von mehr als fünf Prozent.

Die Gamescom beginnt am 18. August in Köln.

Quelle: n-tv.de

2 Reaktionen zu “Spielebranche im Umbruch hofft auf die Gamescom”

  1. Traum

    Nanana dat heißt aber GamescoM ^^

  2. Simone

    Hoppla, wird gleich geändert 😉

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