Für bessere Bilder…

Wie die meisten bemerkt haben, wurde innerhalb der letzten Zeit der Speicherplatz für die Galerien bei Jappy immer weiter ausgebaut. Jeder User hat die Möglichkeit vom Start weg mindestens 500 Bilder mit jeweils bis zu 5 MB  Größe in seine Galerien hochzuladen und diese mit Sicherheitseinstellungen zu schützen (z.B. Passwort geschützt, für ausgewählte Freunde oder für alle  sichtbar). Aber wie füllt man so viel Speicherplatz und womit?

Egal welche Sicherheitsstufe gewählt wurde, spielt das „Sehen und Gesehen werden“ eine große Rolle bei Social Communitys wie Jappy. Das zeigt auch die Nutzung der Bewertungsfunktion von Fotos. Unabhängig davon versucht sich jeder so gut darzustellen wie er kann. Daher stößt man auch immer wieder auf Portraits der Marke Eigenbau, die mit allem, was Aufnahmefähig ist, erstellt werden. Zwar ist die Qualität der Kompakt- wie auch Handykameras immer besser geworden, aber ob das Foto dann wirklich gelungen ist, liegt meist eher im Auge des Betrachters. Dennoch ist Technik und Ausstattung nicht alles. Viel mehr kommt es auf andere Faktoren an, die für das wirkungsvolle  in Szene setzen wichtig sind. So gibt es im kleinen 1×1 des Fotografierens einige elementare Tricks, die deutlich zur Verbesserung von Fotos beitragen und die mit fast jeder Digitalkamera umsetzbar sind. Diese möchte ich Euch heute vorstellen.

Bildkomposition:
Zunächst einmal sollte man darauf achten, dass z.B. bei Portraits keine störenden Aspekte im Bild enthalten sind.  Ziel eines Portrait ist es die Aufmerksamkeit auf die fotografierte Person zu lenken. Dabei stört alles, was das Auge irritiert. Daher sollte man auch einen Hintergrund wählen, der Ruhe ausstrahlt und nicht durch viele und intensive Farben und Formen ablenkt. Der im vorherigen Beitrag angeprangerte „Wäscheständer“ wäre übrigens so ein Negativ-Beispiel, das man möglichst durch dessen Beseitigung oder einen Location-Wechsel umgehen sollte  😉

FALSCH

FALSCH

RICHTIG

RICHTIG

Die Perspektive:
Nicht nur der Hintergrund lässt sich dadurch beeinflussen. Ein Foto einer Person oder einer Szenerie wirkt auch viel interessanter und ansprechender, wenn es eine Perspektive zeigt, die ungewöhnlich ist. Ungewöhnlich ist im Prinzip alles, was NICHT der Augenhöhe des Betrachters entspricht. Augenhöhe = Alltag und das ist nicht das, was das Auge sehen will.  Versucht es mal aus der Frosch-Sicht oder auch mal mit einer extrem gekippten Ansicht, wenn deren Absicht erkennbar ist. Sonst sollte man versuchen den Bildrand mit dem Horizont „ins Wasser“ zu bringen, da das Auge schon Neigungen von 1 Grad Abweichung erkennt und diese als störend empfindet.

Tiefenschärfe:
Eigentlich eine Sache, die man erst mit sogenannten SLR – Kameras (Spiegelreflexkameras)  richtig gut in den Griff bekommt. Mit der Wahl des richtigen oder absichtlich falschen Programms bei Kompaktkameras funktioniert das aber auch. Wenn mal also keine Möglichkeit hat den Hintergrund  zu beruhigen (weil die Schlüpfer auf dem o.g. Wäscheständer noch nicht trocken sind), sollte man versuchen den Hintergrund unscharf zu machen. Entscheidend hierfür sind Brennweite (die wir mal vernachlässigen) und Blende.  Dies Blendenzahl sollte so klein wie möglich sein (z.B. 2.8), denn als Faustregel gilt: große Blendenzahl=scharfer Hintergrund, kleine Belendenzahl=unscharfer Hintergrund. Wer also ein Portrait-Programm hat, sollte dies auch nutzen.  Sonst tut’s auch das Sportprogramm oder eine manuelle Blendenvorwahl. Fettfingerabdrücke auf der Linse, wie schon bei einigen gesehen, eignen sich weniger gut für diesen Effekt.

Der goldene Schnitt:
Um ein Bild zu arrangieren, kann man in vielen Fällen sein Motiv am goldenen Schnitt „a : b = b : (a + b)“ auszurichten. Dieser wurde bereits in der Antike als besonders ästhetisch und harmonisch angesehen.  Aber man muss nicht rumrechen. Vielmehr teilt man die Fläche  in jeweils drei gleich große vertikale und drei horizontale Teile auf. Dann positioniert man sein Bild entlang dieser gedachten Linien oder an einem ihrer Schnittpunkte. Fotografisch bedeutet das nichts anderes als die Umsetzung von Harmonie. Der häufigste Fehler, der vielen Hobbyfotografen unterläuft, ist das Motiv direkt in die Mitte zu setzen => laaaaangweilig 🙂

Das Licht:
Das eigentlich A und O. Wo es geht sollte sich der Blitz von Kompaktkameras vermeiden lassen. Zum einen zerstört es häufig die Atmosphäre (Sonnernuntergang usw.), zum anderen sind die Blitze meist aufgrund einer geringen Leitzahl recht leistungsschwach.  Das hat den Nachteil, dass im Bildvordergrund alles sehr stark belichtet ist und z.B. Gesichtszüge sehr hart wirken (wie auch bei Neoröhrenlicht),  weiter im Bildhintergrund aber kaum Licht mehr ankommt. Deshalb solle man möglichst natürliches Licht nutzen oder den Blitz zum Aufhellen verwenden. Wenn es schon zu dunkel ist für nicht verwackelte Aufnahmen , ist ein Stativ ideal. In den meisten Fällen kann man sich aber auch mit einer Mauer oder einem anderen ruhig stehenden Gegenstand  behelfen, auf den man die Kamera aufliegen lässt. Ansonsten hilft das Erhöhen des ISO Wertes. Je höher der ISO Wert, um so empfindlicher reagiert der Sensor auf Licht und kann somit kürzere Verschlusszeiten und schärfere, verwacklungsfreie Bilder speichern. Man sollte damit nur nicht übertreiben, da ein sehr hoher ISO Wert (z.B. 1600 oder 3200)  bei preiswerten oder älteren Kameras zu Lasten der Farbqualität und des Bildrauschens geht.

Mit dem Beherzigen dieser paar einfachen Grundregeln lassen sich eindrucksvolle Verbesserungen erzielen. Welche Tricks es noch gibt und wie andere mit dem Fotoapparat umgehen, könnt Ihr in den zahlreiche COMs auf Jappy sehen. Schaut doch einfach mal vorbei. Zu den Foto-COMs…….

2 Reaktionen zu “Für bessere Bilder…”

  1. Rita

    Das ist doch endlich mal ein richtig nützlicher Beitrag und sogar für Photografienoobs verständlich 🙂

  2. solaris365

    Ich würde gerne Fotos mit der Ente machen, besonders auf meinen Reisen. Nur ich habe keine.

    Wo bekomme ich sie? 🙂

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