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08.2010

Social Gaming: Deutsche zahlen gern für virtuelle Güter

Kategorie: Social Networking | Simone um 10:07

Einer aktuellen Studie von newzoo zufolge, bei der mehr als 10.000 Personen nach ihrem Onlinespiel Verhalten befragt wurden, kam heraus, das die meisten Spieler gerne für ein besseres Spiel-Erlebnis zahlen. In Deutschland ist das sogar bereits jeder Dritte. So sollen 32 Prozent der deutschen Spieler von Social Games bereits Geld in ihren Zeitvertreib gesteckt haben. Immerhin noch deutlich weniger als unsere Nachbarn hinterm großen Teich, aber immer noch mehr als unsere europäischen Nachbarn.

Einerseits kann ich das verstehen, denn bei bestimmten Spielen kommt man einfach nicht weiter, wenn man nicht die beste Waffe oder Rüstung hat. Aber nur um sich hier und da mal ein Stuhl oder Näpfchen mehr für sein Wuffi kaufen zu können, ist das wirklich bedenklich.

Was meint ihr? Habt ihr schonmal Geld für Spiele im Internet ausgegeben?

Quelle: basicthinking

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07.2010

Sokrates und die Jugend

Kategorie: Allgemein | Christoph um 12:44

Ich bin über 30. Im Vergleich zur demographischen Entwicklung dieses Landes eigentlich noch ziemlich jung . Aber es gibt Momente, in denen ich mich furchtbar alt fühle. Zum Beispiel bei den Bildern bei Jappy, über die ich neulich erst berichtet habe. An die Auffassung von „Schön“und „Style“ in Bildergalerien mit 30 Bilder  in nahezu identischen Posen, dicken Lippen und verschmiertem Objektiven habe ich mich ja schon gewöhnt (ein Arbeitskollege hat mir neulich ein solches Bild weitergeleitet). Über umgedrehte Schirmmützen und Hosen, die in den Kniekehlen hängen, wunder ich mich auch nur noch selten. In den frühen 90ern gab es schon mal so was Ähliches. Da rannten zwei 12Jährige „Rapper“, die sich KrissKross nannten, in umgedrehten hängenden Hosen rum und revolutionierten (Revolution (lat.) = eine i.d.R. gewaltsame Veränderung der gegebenen Bedingungen) sowohl Musik,  als auch guten Geschmack mit ihrem Video „Jump“.

Heute gibt es Rapper von Nord bis Süd und von Hellersdorf bis Oer-Erkenschwick (den Ort gibt es wirklich). Woran ich mich aber nicht gewöhnen kann ist die Sprache. Wenn er Sie „Bitch“ oder zärtlich „meine Nutte“ nennt und sie es dann auch noch süß findet, fragt man sich, ob die Leute nie im Lexikon nachgeschlagen haben. Ja, ich weiß, Lexika gibt es fast nicht mehr und alles wird gegoogelt. Andererseits wird den Leuten die Sprache von der deutschen Elite ja auch vor gelebt, wozu also Bücher? Gruppensex und Schmerzensschreie. „Gangsta-„ oder auch „Pornorap“ nennt sich z.B. die Musik von Bushido und seinen Rapper-Kollegen aus Berlin. „Gossenlyrik“ und „Ekel-HipHop“ spotten dagegen Kritiker.

Selbst der als harmlos geltende Dieter Bohlen hält „Bitch“ als Bezeichnung für eine „DSDS-Kandidaten nicht für eine Beleidigung, „Hurensohn“ ist Umgangssprache auf dem Pausenhof und Texte von selbsterkorenen Rappern verherrlichen Gewalt und Sexismus. Vielleicht hat der junge Mann, der mir neulich eine Mail schrieb, in der mir mitteilte, was er alles mit meiner Mutter machen wolle,  einfach seine Anerkennung ausdrücken wollen? Welche Möglichkeiten haben also ältere Mitmenschen (vermutlich alles über 25)  den Unterschied festzustellen, wann Sprache von witzig und knackig zu diskriminerend und verletzend kippt? Und die größte Frage: geht das irgendwann wieder weg bzw. haben Jugendliche eine Chance auf ein anderes Leben mit anderer Sprache?

Erst gestern wurde im Privatfernsehen wieder gezeigt, mit was für Vorstellungen und Zeugnissen sich einige Jugendliche um Ausbildungsplätze bemühen. Entweder lag es an der Auftretensweise oder an der Unlösbarkeit simpelster Aufgaben. Da diejenigen, die Stellen zu vergeben habe, jedoch meist keine Jugendliche mehr sind, wundert es auch nicht, dass die Kommunikation „leicht“ gestört zu sein scheint und die Plätze oftmals leer bleiben.

Man stellt sich also die Frage, ob die Jugend tatsächlich so verroht und anders geworden ist, wie man an allen Ecken und Enden lesen und sehen kann. Sind Fälle, in denen Jugendliche Zivilcourage, Engagement oder Anstand beweisen, nur Ausnahmen?

Ich habe dazu etwas wieder gefunden, was ich schon vor einiger Zeit mal gelesen habe:

„Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“

Jeder über 25 Jahre, der das liest, wird dem zweifelsfrei zustimmen. Erstaunlich jedoch ist, dass im Prinzip jeder damit gemeint war. Denn  dem griechischen Philosophen Sokrates (469 bis 399 v.Chr.), dem diese Aussage zugeschrieben wird, erscheinen vielen Erwachsenen Jugendliche als unangepasst und ungehorsam.

„Die schlechte Jugend“ hat es also immer gegeben und wir haben vermutlich aus den Augen anderer auch dazu gehört. So wie es Anständige und Asoziale in fast jeder Altersgruppe gibt. Der einzige Unterschied zu damals: die Medien haben auch den Bodensatz der Gesellschaft salonfähig gemacht. Es wäre also dringend wieder an der Zeit, dass nicht nur über mangelndes Sozialverhalten gesprochen oder viel mehr gelästert wird, sondern auch die Jugendlichen gezeigt und erwähnt werden, die nicht dem fatalen Bild der chancenlosen Jugend entsprechen. Denn es ist also nicht unbedingt immer die Jugend, die sich geändert hat. Vielleicht eher der Standpunkt eines jeden, der älter wird. Manchmal aber auch der Neid, denn wer würde es nicht gern wieder sein – so jung wie damals.

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07.2010

Durch die USA in 14 Tagen

Kategorie: Interessantes | Simone um 09:23

Eine halbe Million Klicks hat das Youtube-Video von einem Kerl, der von der Brooklyn Bridge in New York, zur Golden Gate Bridge in San Francisco gelaufen ist, bereits erreicht. Das Video wurde mit einzigartigen visuellen Effekten, einer Kombination aus Stop-Motion und Zeitraffer, erstellt. Der fertige Kurzfilm besteht aus 2.770 Standbildern, die 14 Tage lang in verschiedenen Zwischenstopps geschossen wurden. Die Filmemacher fuhren aber tatsächlich in einem Wohnmobil und stoppten an malerischen Orten, um die Aufnahmen zu machen.

Etwas ähnliches gab es bereits 2005 im Video „Where the hell is Matt?“, wo ein junger Mann namens Matt Harding, an verschiedenen Orten der Welt einen Freudentanz aufführte, der auch in den folgenden zwei Weltreisen (Video 2008) Bewunderer und Nachahmer fand.

Das Team erstellte eine Google Map mit Fotos der interessanten Orte und ein weiteres YouTube-Video, das ihre Erfahrungen und die visuellen Effekte beschreibt. Sowas könnte ich mich auch gut für Deutschland vorstellen. Also, wer hat Lust das zu übernehmen? 🙂

Quelle: mashable

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07.2010

MP3 hat Geburtstag

Kategorie: Interessantes | Simone um 11:23

Wow, die MP3 feiert bereits ihren 15. Geburtstag. Aber woher kommt die MP3, die für uns heutzutage so selbstverständlich ist, eigentlich? Der Name war das Ergebnis einer internen Befragung von Wissenschaftlern am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen. Die Technik wurde 1992 standardisiert und zwar für das komprimieren von Musikdateien. Aber erst 1995 wurde die Bezeichnung „MP3“ geläufig.

„Wir haben uns damals ein paar Tage gegeben, um über die Dateiendung zu diskutieren“, erinnert sich Karlheinz Brandenburg, der maßgeblich an der Entwicklung der Technik zur Kompression von Audiodaten beteiligt war. „Bei der Suche nach einem neuen Namen ging es darum, dass die Technik nun rausgehen sollte“. MP3 als Dateiendung für den ISO Standard IS 11172-3 „MPEG Audio Layer 3“ war nur die logische Schlussfolgerung.

Zuvor hatte ein Team des Instituts für Rundfunktechnik (IRT) in München seiner konkurrierenden Technik „MPEG Layer 2“ die Dateiendung „.mp2“ gegeben. „Diese Konkurrenz hat uns damals richtig angestachelt“, erinnert sich Brandenburg. „Eigentlich haben beide gewonnen, das wissen nur nicht viele.“ So werde MP2 heute unter anderem für die Audio-Übertragung im Antennen-Digitalfernsehen (DVBT) verwendet.

Aber die MP3 setzte sich durch. Die Idee dahinter, nur die Audiosignale zu speichern, die auch vom menschlichen Ohr erfasst werden können, half den Speicherbedarf für digitale Musik enorm zu reduzieren. Dies war ein großer Fortschritt für die Musikindustrie. Allerdings gibt es inzwischen die Technik AAC, die ein besseren Klang abliefert, allerdings nicht von jedem Audiogerät unterstützt wird.
„Das wird garantieren, dass MP3 die nächsten zehn Jahre weiterbestehen wird.“

Quelle: n-tv.de

Bild: pixelio

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07.2010

Loveparade: Sicherheitsrisiko Menschenmasse

Kategorie: Interessantes | Christoph um 12:41

Fast jeder hat erschüttert in den Medien von der „Todesfalle Loveparade“ gehört oder gelesen, einige waren vielleicht sogar vor Ort. Ein Event, bei welchem sich Menschen eigentlich zum Feiern treffen, nicht zum Sterben.  Schnell stellte sich nach ersten Meldungen heraus, dass 19 Menschen getötet und mehr als 340 verletzt wurden. Betroffen wurde bundesweit an die Angehörigen, die ihre Kinder, Verwandte und Freunde zu betrauern haben gedacht.

Um so wütender hat mich persönlich dann die Pressekonferenz gemacht, die am Sonntag zur Stellungnahme einberaumt und von mehreren Sendern live übertragen wurde. Darin verwiesen die Verantwortlichen immer wieder darauf, dass ihre Sicherheitskonzepte stichhaltig waren und nun geklärt werden müsse, warum es dazu gekommen sei. Man verwies auf Experten, Sachverständige und andere, die alles geprüft und für absolut sicher befunden hätten.

Jedem ist aber klar: wenn es alles so sicher gewesen sei, wie beschrieben wurde, wäre es wohl nie zu der Tragödie gekommen. In den Ohren der Betroffenen müssen die Ausflüchte wie Hohn klingen. Und auch an den öffentlichen Reaktionen merkt man, dass geschliffene PR- Antworten nicht das sind, was die Menschen erwartet haben.

Dass Betroffenheit und Zorn hier sehr eng beieinander liegen, zeigen auch der  Blick bei uns auf die Seite. In mehreren Dutzend neugegründeter COMs von über 17000 Mitgliedern haben sich User zusammengefunden, um den Opfern zu gedenken oder über das Geschehene zu sprechen. Viele schreiben, um ihr Mitleid zum Ausdruck zu bringen. Andere, um ihrer Wut  Gehör zu verschaffen. Für sie war das offensichtlich, was die FAZ heute mit dem Titel  „Die Katastrophe von Duisburg“ sehr treffend beschrieben hat: “ […] Das ist keine „Tragödie“, wie man uns weismachen will. Hier ist niemand schuldlos schuldig geworden, eine schicksalhafte Verstrickung der Protagonisten sieht anders aus. Niemand ist blind in dieses Unglück gerannt. Die Katastrophe ist auch deshalb ein solcher Skandal, weil alle vorgewarnt waren – Stadt, Polizei, Veranstalter, wissenschaftliche Berater.[…]“

In Anbetracht dieses Wissens kann man beobachten, wie der Ruf nach Vergeltung und drakonischen Strafen für die Verantwortlichen nicht nur bei Jappy, sondern auch auf vielen anderen öffentlichen Plattformen laut wird. Ob dies Reaktion der Sachlichkeit Rechnung trägt, den Opfern etwas nützt oder nur allzu menschlich ist, bleibt jedem selbst überlassen. Es ist jedoch bemerkenswert, wie viele Menschen die Sozialen Netzwerke auch bei solchen dramatischen Themen nutzen, um ihre Meinung, ihre Trauer oder auch ihre ungeschönte Kritik zu äußern. Ein – wie ich finde – gutes Beispiel dafür, dass es der Spaßgesellschaft nicht immer nur um Spaß geht, sondern auch darum mit Druck aus der Öffentlichkeit etwas zu bewegen. Denn zu hoffen bleibt, dass zukünftige Veranstalter vor allem aus den Ereignissen lernen werden. Damit es nicht mehr zu einer solchen vermeidbaren Katastrophe kommt.

Kerzen im Tunnel am ehemaligen Güterbahnhof

Kerzen im Tunnel am ehemaligen Güterbahnhof

Quelle: Text: F.A.Z.
Quellen: Bildmaterial: AFP, APN, ddp, dpa, F.A.Z., REUTERS

Was ist Eure Meinung dazu?

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07.2010

Chatten nach Zufallsprinzip

Kategorie: Interessantes | Simone um 10:57

Chatten war gestern, heute ist Chatroulette. Allerdings sollte man sich da auf etwas gefasst machen. Denn beim Chatroulette werden wildfremde Menschen nach Zufallsprinzip einfach miteinander verbunden. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass man auf ganz seltsame Gestalten trifft, wie der Mann im Bärenkostüm oder der zur Unkenntlichkeit verhüllte, Piano spielende Japaner.

Bei Chatroulette besteht der Sinn darin, seine Nutzer nach dem Zufallsprinzip mit einem nicht enden wollenden Strom von Fremden zu verbinden. Dabei ist alles und das Live mit Bild und Ton. Dies gibt es mittlerweile auch textbasiert auf anderen Seiten, wie z.B. Omegle.com. Auf Chatroulette gehts nur ums gaffen. Drückt man auf Start, geht das Angestarre gleich los. Das Shuffle-Prinzip scheint aber anzukommen. Im Schnitt 20.000 Nutzer sprechen Bände.

Da wird jeder zum Voyeur. Nun könnte man meinen, dass sich die User durch den Wegfall der Anonymität an die allgemein geltende Netiquette halten würden, anstandshalber. Aber weit gefehlt. Offenbar fallen da alle Hemmungen und man landet nicht selten bei nackten Verbindungsstudenten oder anderen Verrückten. Manchmal hat man aber auch Glück und kann sich mit jemanden ganz normal unterhalten.

„Einen neuen Menschen zu treffen, ist auf eine archaische Weise spannend. Alle Aufmerksamkeit konzentriert sich für eine Nanosekunde, um abzuschätzen, ob die Kreatur, die man vor sich hat, das eigene Leben ändern wird“, schrieb das New York Magazine. Eine eigenartige Faszination!

Quelle: süddeutsche.de

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07.2010

Baron Münchhausen im Internet

Kategorie: Social Networking | Simone um 14:13

Das 8. Gebot lautet: „Du sollst kein falsches Zeugnis von dir geben wider deinem Nächsten.“ Kurz gesagt: Du sollst nicht lügen. Die scheint aber im Social Net aber verpönt zu sein. Ein bisschen flunkern gehört fast zum guten Ton. Aber manchmal wird aus Spaß bitterer Ernst. Auf einmal werden Profile erfunden oder gehackt. In einem besonders gemeinem Fall, wollte sich ein Freund über ein Chatprogramm von Bekannten Geld leihen. Über Paysafecards schien das auch ganz einfach. Was die Internetfreunde nicht wussten war, dass sie es mit einem Betrüger zu tun hatten, der die Internetdaten besagten Freundes ausspioniert hatte und sich dieser bediente.

Natürlich geht es aber nicht immer um Geld. In Social Networks gibt es zahlreiche Fake-Identitäten. Betrüger nutzen laut Günther Ennen, Leiter der Sicherheitsberatung beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn, das Vertrauen aus, das viele Nutzer von Communitys an den Tag legen würden. „Man liest mittlerweile nahezu jede Woche, dass ein Missbrauch von Accounts erfolgreich war“, sagt er. Oftmals appellieren solche Betrüger an die Hilfsbereitschaft der vernetzten Freunde. Ratsam ist es dann, mit dem betreffenden Freund außerhalb des Netzwerks Kontakt aufzunehmen, um den Sachverhalt eindeutig zu klären, um Betrug zu vermeiden.

Nicht immer nehmen Betrüger andere Identitäten an, sondern sie erfinden auch mal gerne völlig neue Personen. Vorsichtig sollte man daher bei Personen sein, die nur sehr wenig von sich preisgeben. Besonders bei Fotos. „Bei extrem attraktiven Kontakten, die auch auf Nachfrage keine weiteren Fotos von sich zeigen, handelt es sich oft um Fakes“, warnt Felicitas Heyne, Diplom-Psychologin von der Initiative SaferDating aus Herxheim in der Pfalz. Weiterhin rät sie: „Gibt der Kontakt zum Beispiel an, in Leipzig zu wohnen, kann mir aber keine Weggeh-Tipps geben, ist das verdächtig. Und natürlich ist es sinnvoll, im Internet zu suchen und zu schauen, was man so über seine neue Bekanntschaft findet.“
Allerdings: „Fallen Leute darauf rein, schämen sie sich meist zu sehr, um Anzeige zu erstatten“.

In den meisten Sozialen Netzwerken stehen bereits Meldefunktionen zur Verfügung, mit denen dann vermeintliche Fake-Profile melden kann. Allerdings geht es nicht bei jedem Fake-Fall um böse Absichten. Meistens geht es darum, sich selbst in ein besseres Licht zu rücken und vielleicht sogar ein wenig Macht über andere zu haben. Manchmal ist ein bisschen Spannung ja ganz gut, solange es im angemessenen Rahmen bleibt.

Quelle: süddeutsche.de

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07.2010

Nicht geschimpft ist genug gelobt

Kategorie: Interessantes | Christoph um 14:06

Wenn es doch nur so einfach wäre. Jeder reagiert unterschiedlich auf Lob und Kritik und jeder kennt das komische Gefühl, wenn man merkt, dass ein anderer einem selbst nacheifert. Eigentlich könnte kann man es schon fast als Lob betrachten, wenn die Idee, die man selber hatte, dem Nachbarn so sehr imponiert, dass er sie 1:1 oder in leicht veränderter Form übernimmt. Eigentlich. Wo hört aber Nacheifern auf und wo fängt das Kopieren an? Denn auf der anderen Seite hat es einen faden Beigeschmack, wenn man sich fremder Einfälle  bedient, ohne die Urheber vorher zu fragen oder kollegial zu informieren. Eine Sache, die nicht nur als moralisch unanständig anzusehen ist, sondern auch nicht  ohne Grund (z.B. bei Bildern, Logos, Patenten, etc.) straf- oder zivilrechtlich geahndet wird, wenn sie zu offensichtlich und juristisch greifbar ist. Aber genau um den Anstand soll es in diesem Beitrag gehen. Bestes Beispiel für eine solche Auseinandersetzung sind in unserem Fall Social Networks, die wir mal als „Blau“ und „Rot“ bezeichnen wollen. Beide bezichtigen sich gegenseitig des Ideendiebstahls und tragen diesen vor Gericht und in den Medien aus. Als Unbeteiligter sitzt man bei der Nachrichtenlektüre quasi im Publikum und schaut interessiert zu, wie die Auseinandersetzung von einer Seite des Atlantiks zur anderen schwappt und wieder zurück.

Ganz anders wird die Situation aber, wenn man plötzlich selbst davon betroffen ist. Wenn also die eigene Innovation einem anderen so sehr gefällt, dass er sich ihrer bedient, ist das eigentlich ein gutes Zeichen dafür sich an die Spitze gesetzt zu haben. Umso mehr, da das betroffene  Netzwerk mittlerweile über 12 Mio. Unique Visits im Monat vorweisen kann. Wäre da nicht ein irritierendes Gefühl. So passiert im Falle des Sozialen Netzwerks, das wir hier mal „Gelb“ nennen möchten. Denn „Gelb“ bekommt eines Tages gezwitschert, dass das lokale Netzwerk – nennen wir es mal „Grün“ – sein Mitglieder über neue Features aufklärt. Diese sehen denen von „Gelb“ zum Verwechseln ähnlich. Also hin und nachgeschaut, ob das wirklich der Fall ist.

Und tatsächlich: selbst ein Blinder mit Krückstock erkennt: ‚es ist kopiert‘. Dabei hat man sich mit offenbar wenig Skrupel auch wenig Mühe gegeben die Herkunft zu verschleiern.  So wurden lediglich unsere die Ränge ins Englische übersetzt, die „neue“ virtuelle Währung orientiert sich an der Währung aus einem Disney Comic-Heft mit einer vorlauten Ente und  – man kann es sich schon als Nutzer von „Gelb“ denken – User können damit ebenfalls virtuelle Geschenke kaufen. Diese sehen den eigenen sogar täuschend ähnlich.

Was soll man also davon halten? Ignorieren und sich freuen, dass die „gelbe Idee“ den Lenkern von „Grün“ so gut gefallen hat? Sagen wir wie es ist: das würde vermutlich niemand machen. Denn nicht so sehr das Kopiere steht dabei im Vordergrund des Ärgernisses, sondern dass heimliche und ungefragte Entwenden. Unabhängig davon, ob dies rechtlich einwandfrei ist.

Wie auch in den anderen Bereichen des zwischenmenschlichen Zusammenseins, sollte man meinen, dass kurze Gespräche etwaige Bedenken und Unstimmigkeiten beseitigen können. Es scheint aber bei einigen Firmen zu einer Art Unternehmenskultur geworden zu sein sich im Überlebenskampf abseits der guten Umgangsformen zu bewegen, die mitunter hätten helfen können. Den eine simple Frage hätte vieles erleichtert und so manchen Unmut vermieden.

Ob das Hinzufügen fremden Eigentums im neuen Gewand jedoch etwas bewirken wird, wird abzuwarten sein. Alle Zahlen von „Grün“ deuten bislang in die entgegensetzte Richtung. Denn wie habe ich gestern auf einem Profil bei jappy.de gelesen: „Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, muss es nicht an der Badehose liegen“.

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07.2010

COM die Dritte

Kategorie: Neuerungen | admin um 13:07

Nachdem nun einige Beiträge hier zu den Coms erschienen sind wollen wir auf die Frage „Wo wollen wir mit den Coms hin?“ ein paar Antworten anbieten und gleichzeitig einige Änderungen vorstellen.

In den letzten Monaten haben wir einige Updates bei den Coms eingespielt: Eine Galerie, Einbindungen in das „Rund um mich“ System und nun auch eine Möglichkeit Events für die Gruppe zu erstellen.

Die Coms sind nun ein perfektes Werkzeug, um größere Gruppen zu koordinieren und mit Informationen zu versorgen. Das Ganze kann für Schulen, einzelne Klassen, Vereine aber auch für Discos, Clubs, Freizeiteinrichtungen, Nagel- Tattoostudios etc. interessant sein. Zukünftig abonnieren über das „Rund um mich“-System alle neuen Com-Teilnehmer automatisch Com-News, Galerieveränderungen oder auch Infos über neue Events (Natürlich abstellbar! Rund um mich – Einstellungen).

Wie könnte das am Beispiel einer Disco aussehen?
Die Disco benötigt einen normalen Jappy-Account. Dieser muss von einer Person erstellt und betrieben werden. Natürlich muss der Account nicht mit Bildern etc. gefüttert werden, aber es sollte eine Person hinter dem Account stehen. Immerhin sollte der Account nicht nur zur einmaligen Erstellung der Com dienen.

Dieser Account erstellt eine Gruppe in der Kategorie „Nachtleben & Party“. Füllt die Com mit ein paar Infos und stellt ein paar Mitarbeiter/Scouts etc. als Officer ein.

Kommende Veranstaltungen werden als Event in der Gruppe eingetragen. Alle Com-Mitglieder, die über neue Events bescheid wissen wollen werden per „Rund um mich“ informiert. Bei oder nach der Eventerstellung können Bilder aus der Com-Galerie mit dem Event verbunden werden. Nutzer können Kommentare anheften oder ankündigen ob sie Lust auf das Abendprogramm haben.

Nach dem Event können Partybilder hoch geladen werden und die Com-Macher können Rückmeldungen über die Partys sammeln.

In Summe eine kostenlose und einfache Möglichkeit für die Clubs und Discos mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben, Feedback einzusammeln und vor allem Werbung für neue Termine zu machen.

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07.2010

Von einem, der auszog eine Reise zu machen

Kategorie: Neuerungen | Christoph um 15:46

Den Spot werden vermutlich einige kennen. Er hat mir gut gefallen, denn dies ist die Geschichte eines unserer vielen Rockstars, die für Jappy arbeiten und die wir heute erzählen möchten.

http://www.youtube.com/watch?v=nWLZL0BbRco

Jappy bietet ja schon seit langer Zeit einen Chat an und wie man fairer Weise sagen muss, ….. fand er bislang keine große Beachtung. Das mochte und mag auch daran liegen, dass er neben der Hauptplattform ein wenig die Rolle des Waisenkindes inne hatte – er gehörte irgendwie dazu und andererseits auch nicht. So war sein (Java) Gewand nicht mehr das Neueste und auch Entwicklungs-Support gibt es dafür nicht mehr.

Sicher fragt Ihr Euch, warum wir das erzählen. Der Grund dafür ist eigentlich ganz einfach. Das, was heute eingeführt wird, ist zum großen Teil der Verdienst eines Mannes, der vor 3 Jahren  aus dem Icke-Ditte-Kicke-Mal-Oogen-Fleesch-un-Beene-Land auszog und uns ein Angebot gemacht hat. Ein Angebot, das wir nicht ablehnen konnten. Er behauptete einen neuen Chat programmieren zu können und hatte sogar schon was im Gepäck worauf er verweisen konnte.

Unser Rockstar

„B-irty Harry“, so sein Name, hinterließ mit seinen Worten Taten und vor allem seinem Engagement für Jappy solchen Eindruck, dass er nach einer kurzen bayrischen Eingewöhnungsphase mit Kind und Kegel gen Süden zog und fortan für Jappy arbeitete. Leider oder zum Glück hat er sich dabei so gut geschlagen, dass das Projekt „Chat“ in eine der unteren Schubladen zurückwanderte und Harry für dringlichere Jappyaufgaben herangezogen wurde.

Aber heute ist es nun endlich so weit: Der alte Chat kommt weg und wird ersetzt durch den Neuen.  Worüber ich berichten möchte sind nicht so sehr die Funktionen, die sich jedem fast von alleine erschließen werden, sondern das, was dahinter steckt. Eine ganze Menge Arbeit, auf die die Programmierer nicht zu unrecht stolz sind. So war eine der Voraussetzungen beim Entwickeln die, dass der Chat nicht mehr benötigen darf, als einen üblichen Browser. Das allein stellt schon eine anspruchsvolle Einschränkung da, die im Vergleich zu ähnlichen Systemen innovativ ist.  Besonderen Wert wurde auch auf die Wünsche von Usern und Moderatoren gelegt, um ihn den Anforderungen entsprechend zu konzipieren. Dabei heraus gekommen ist eine 100% Eigenentwicklung von Jappy, die die Anforderungen der nächsten Zeit hoffentlich mehr als erfüllen wird. Im Prinzip ist Harry also sowas wie unser Mann „der den USB erfunden hat“. Zwar ist uns klar, dass es auch – wie in „Das neue Jappy ist scheiße“ berichtet – hier wieder eine Eingewöhnungsphase geben wird, doch sind wir gespannt auf Eure konstruktiven Reaktionen und Eindrücke. Gebt uns Feedback. Was gefällt Euch daran und was nicht?