Aus Talk wird Stalk

Kommunikation besteht auch im digitalen Zeitalter der sozialen Netzwerke zumeist noch aus Worten. Guten und Schlechten. Denn dort, wo Menschen sind, „menschelt“ es bekanntermaßen auch. Da die Communtys ein Spiegel der Gesellschaft sind, sind neben Spaß und Unterhaltung auch persönliche Differenzen zwischen Nutzern zuweilen an der Tagesordnung. Während man sich jedoch im normalen Leben einfacher aus dem Weg gehen kann, bleibt im Netz aufgrund zahlreicher Verknüpfungen der Kontakt zum Rivalen meist in irgendeiner Weise bestehen und sorgt für Unmut.

Gerüchteforscher – ja, die gibt es! – empfehlen zum Umgang mit falschen Informationen, am besten nicht zu reagieren. Um  jedwedem Ärger von Anfang an aus dem Weg zu gehen, bietet Jappy zudem die „Ignore-Funktion“. Diese verweigert die Annahme von Mail, Gästebucheintrags oder Kommentar der ignorierten Person. In den meisten Fällen ist dies auch schon ausreichend, da auf diese Weise die Kenntnis von dem, was der andere gerade macht, oder gar kleine Sticheleien ausbleiben. Manchmal reicht dies aber nicht aus. Dann, wenn die Motivation einem anderen Schaden zuzufügen  zu groß wird und das Unrechtsbewußtsein trübt. Unterstützt wird dies zumeist von der Fehleinschätzung im Internet sei man anonym.

So kommt es, dass einige wenige tatsächlich zu sogenannten Stalkern werden. Die Definition von Stalking beinhaltet laut Polizei “ das beabsichtigte und wiederholte Verfolgen und Belästigen eines Menschen, so dass dessen Sicherheit bedroht und er in seiner Lebensgestaltung schwer wiegend beeinträchtigt wird“.

Zum Glück kann man sich auch dagegen erfolgreich wehren. Die Moderatoren und Supporter bei Jappy  helfen betroffenen Usern gerne weiter. Entweder direkt über die Plattform, oder über die Telefon- bzw Email- Hotline ( 0900 5 22 22 31 8 1,99 €/min aus dem Festnetz, abweichende Preise aus Mobilfunknetzen) oder GRATIS hotline@jappy.de ). Sie sanktionieren jede NACHWEISBARE Aktion, die dem Cybermobbing entspricht bzw. gegen unsere Nutzungsregeln verstößt.  Jedoch sind Jappymoderatoren auch keine „Richter“, die darüber urteilen müssen wer welchen Streit begonnen hat. Daher sind geringfügige Streitigkeiten mündiger Bürger, in denen es mal den ein oder andere verbale Ausrutscher fällt, von der Hilfestellung ausgenommen.  Falls es jedoch wieder Erwarten mal richtig „dicke“ kommen sollte, bleibt nur der Schritt zur Polizei. Am 30.11.2006 hat das Strafgesetzbuch den Paragrafen 238 bekommen. Dieser definiert den Straftatbestand „Schwere Belästigung“ . Gemeint sind damit Verhaltensweisen, die alle Formen aufdringlichen oder aggressiven Nachstellens umfassen: Telefonterror, ständiges Schreiben von Briefen, Ansprechen in der Öffentlichkeit, Hinterherlaufen und viele andere Formen des Aufsuchens „räumlicher Nähe“, wie es im Gesetz heißt.

Damit wurde den Opfern endlich eine Grundlage gegeben, sich gegen schädliche Übergriffe zu verteidigen. Denn – ja nach Ausmaß der Straftat – kann diese mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren geahndet werden. Auch gibt es, trotz Wegfall der Datenvorratsspeicherung, immer noch größtenteils gute technische Möglichkeiten die Urheber digitalen Stalkings zu ermitteln.

Die beste Methode bleibt jedoch die Prävention. Nicht nur, dass man weiterhin besonders im Internet auf seine Daten, Bilder und persönliche Informationen achten sollte, auch kann jedem geraten werden besonnen zu reagieren. Denn falls es mal zu Unmut kommen sollte, ist es Nerven schonender sich als „Klügeren“ aus- und dann folglich auch nachzugeben, um Schaden abzuwenden, anstatt Selbstjustiz zu verüben. Man muss somit reiflich abwiegen, ob man zum Mittel der Anzeige greift, um eine unnötige Auslastung der Justiz zu vermeiden.

Übrigen: Laut Gesetz ist beim Stalken auch das Kontaktherstellen über Dritte genauso strafbar.

Quellen:

http://dejure.org/gesetze/StGB/238.html

http://www.polizei-beratung.de/rat_hilfe/opferinfo/stalking/
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article8115254/Dichtung-und-Wahrheit-bei-Blogs-Twitter-amp-Co.html

2 Reaktionen zu “Aus Talk wird Stalk”

  1. stephan

    Netter Beitrag.. gefällt mir!

    Wer Zeit und lust hat kann sich das mal durchlesen:

    http://tmp.stereh.de/txt/Nachdenken/Gefahr%20im%20Intetnet.txt

    Gehört zum Thema.

    Lg, Stephan

  2. KeymanDeluxe

    schrecklich wenn man an die falsche leute kommt

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