Kontroverse um Privatsphäre in Social Communitys

In der letzten Woche fand die Social Media Week in Berlin statt und während es, unter anderem, um Themen wie die Zukunft des Marketing und die Zensur von Webseiten ging, gingen so manche Diskussionen auch außerhalb der Veranstaltung weiter.

In einer Runde mit Nico Lumma, Social Media Direktor bei Scholz & Friends, Johnny Häusler vom Blog ‚Spreeblick’, Volker Gaßner, PR-Chef von Greenpeace Deutschland moderiert von Tobias Kaufmann, sollte es um Social Media Marketing gehen, also wie man mit Social Media Geld verdient, denn nicht für jedes Unternehmen böte es sich an, in solchen Communitys aktiv zu sein. Und man solle vor allem keine zu hohen Erwartungen stellen, wenn man es doch versuche.

Darüber hinaus gäbe es sehr viel Nachholbedarf beim Schutz der Privatsphäre, was besonders ein Sprecher der Verbraucherzentrale betonte. Er forderte den Verzicht von Klarnamen in Netzwerken, um insbesondere unerfahrene und jüngere Teilnehmer zu schützen, denn im Netz sei noch jeder weitestgehend auf sich selbst gestellt.

Dabei soll dieses Jahr doch die ‚Ära des sozialen Kontextes’ beginnen. Netzwerke werden die Vorlieben ihrer Nutzer erkennen können und diese werden ihre Online-Identitäten von Netzwerk zu Netzwerk mitnehmen können. Und seit dem Vormarsch der Smartphones, wird sich auch dort in Sachen Social Networking viel tun.

Nach Blogger und PR-Fachmann Brian Solis, wird es globale Netzwerke geben, in denen ähnlich gestrickte Mitglieder miteinander kommunizieren können, ohne zwangsläufig dem selben Netzwerk anzugehören. Dabei zitiert er die Forrester-Studie „The Future of the Social Web“ vom April 2009.
Die Forscher beschreiben die heutigen sozialen Netzwerke als unzusammenhängend und nebeneinander existierend. User geben sich in jedem Netzwerk anders und haben mehrere Identitäten. Sie glauben aber, dass sich das in der Zukunft ändern wird und die Identitäten in unterschiedlichen Netzwerken zu einer einzigen mobilen Identität verschmelze. „Einfache Technologien würden es ermöglichen, dass Verbraucher ihre digitale Identität mit sich herumtragen können. Das ganze Web werde sich in diese Richtung verändern – von separaten sozialen Seiten hin zu geteilter sozialer Erfahrung.“

So könnte auch die Privatsphäre besser geschützt werden, denn mehrere Anmeldungsprozesse würden damit aufgehoben. Aber wie sicher sind solche Tools, wie zum Beispiel OpenID, wirklich? Was ist Eure Meinung?

Quelle: welt.de

2 Reaktionen zu “Kontroverse um Privatsphäre in Social Communitys”

  1. stephan

    Sehr schöner Beitrag.

  2. Simone

    Hi Stephan,

    vielen Dank!

    Gruß

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