Nicht ohne mein Netzwerk!

Wer heutzutage nicht in einem sozialen Netzwerk vertreten ist, wird komisch angesehen. Ob Facebook, StudiVZ oder Jappy, der Drang nach Kommunikation ist riesig und beherbergt einen gigantischen Suchtfaktor. Zielgruppenforscher Dominik Orth führte in Zusammenarbeit mit der Züricher Agentur Rod eine qualitative Studie durch und widmete sich der Thematik, was Menschen vermissen, wenn sie für 30 Tage auf ihr Netzwerk – in diesem Fall Facebook –  verzichten.

Die Probanden, die auch über das Netzwerk zusammengesucht wurden, unterzogen sich vor und nach der Testphase einem Interview. Sie wurden nach ihren Erwartungen und zu den jeweiligen Erlebnissen befragt. Während des Entzugs mussten sie Tagebuch führen – und zwar in Form von Statusmeldungen.

Alle 50 Studienteilnehmer zogen die 30 Tage rigoros durch. Den meisten war am Ende bewusst, wie viel Zeit sie in Social Networks verbringen. Viele fühlten sich in den 30 Tagen Abstinenz sozial ausgegrenzt, gaben aber zu, konzentrierter zu arbeiten, sei es im Job oder im Studium.

Herausgerissen aus ihrem sozialen Netzwerk, konnten sie mit vielen Menschen gar nicht mehr kommunizieren. Sie mussten auf „alte Wege“ zurückgreifen – auf Telefon und SMS. Allerdings füllten die Teilnehmer ihre neu gewonnene Freizeit mit anderen Tätigkeiten aus. In der Regel waren es ‚alte’ Hobbys, die durch das Social Networking zu kurz gekommen waren. Der Computer blieb einfach aus.

Alle waren froh, als sie nach 30 Tage Abstinenz wieder in ihr Netzwerk eintauchen durften. Am meisten habe ihnen der schnelle Austausch und das Up-To-Date sein gefehlt. Die emotionale Nähe, die jeder Teilnehmer für sein Netzwerk entwickelt hat, macht die Community unersetzbar.

Was meinst Du? Könntest Du noch ohne Dein Netzwerk leben?

Quelle: persönlich.com

4 Reaktionen zu “Nicht ohne mein Netzwerk!”

  1. HAGINATOR

    Gut, ich denke mal dazu braucht es kein wirklichen Test.
    Ich selber weiß das ich viele andere bzw. mehr „reale“ Sachen machen würde, wenn ich mal eine Zeit lang nicht hier on wäre. Dann würde es mir aber sicher genauso gehen wie den Testpersonen, es würde dieses Gefühl „immer am laufdenden zu sein“ fehlen, man würde wirklich Angst haben, was zu verpassen, das ging mir so als ich mal im Urlaub im Ausland ohne Internetmöglichkeit war, zwar habe ich da viel unternommen, aber es hat was gefehlt, was für mich sehr wichtig ist, das kommunizieren mit Freunden per Jappy.

    Klar gibt es SMS, aber es ist wirklich was anderes, man weiß nicht genau wann der Empfänger sie liest, ob er zurückschreiben kann oder ähnliches.

    Im Netz sieht man wenn der jenige On ist, kann somit mehr „live“ mit ihm kommunizieren,
    desweiteren ist vielleicht ein wichtiger Grund das man denkt das dieses chatten und mailing günstiger ist als eine SMS oder ein Anruf. Dabei vergisst man aber das auch dieses was kostet, Strom, Internetgebühren und vorallem Zeit, sitzt man vor einem Netzwerk kommt man nicht so schnell davon weg, eine SMS ist schnell geschrieben und man kann nebenbei auch was anderes machen, unterwegs sein.

    Okay also merkt man es gibt auch bei dieser Frage bzw. bei diesem Thema wie bei allem Pro und Kontras,
    ich bin ehrlich und könnte keine längere Zeit auf mein Netzwerk in meinem Fall Jappy.de verzichten.

    So nun aber gut 😀

  2. Simone

    Hi Haginator,

    ja, du hast recht. Im Grunde muss ja jeder für sich entscheiden, wie er damit umgeht. Ich könnte wohl auch nicht mehr ohne 🙂

    Grüße
    Simone

  3. Tobias

    Hi Haginator,

    ja, du hast recht. Im Grunde muss ja jeder für sich entscheiden, wie er damit umgeht. Ich könnte wohl auch nicht mehr ohne 🙂

    Grüße
    Tobias

  4. solaris365

    @Haginator,
    Aus deiner Mitteilung kann man schon eine Jappy-Sucht herauslesen. Du gehörst offensichtlich zur jungen Generation,
    die ohne Internet, Handy und Co. nicht mehr leben kann. Nichts gegen deine Jugend. Ich gehöre zu den „Alten“ und
    mache mich nicht abhängig von Jappy, Handy etc. Ich habe eine Reihe von Interessengebieten, die ich in angemessener
    Weise in mein tägliches Leben integriere.
    Im Urlaub schalte ich ab. Trotz Handy werden keine Telefonate geführt. Laptopp? Kenne ich, aber ich schleppe so ein
    Ding nicht mit mir herum. Ich will mich keineswegs zum Sklaven dieser „neumodischen Versuchungen“ 😀 machen
    lassen.

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