Risiko: Soziales Netzwerken im Beruf

Eine Studie von Accenture, bei der 6000 Probanden im Alter von 14-27 Jahren zu der Nutzung von Webdiensten befragt wurden, ergab, dass rund die Hälfte soziale Netzwerke am Arbeitsplatz nutzen – hauptsächlich, um mit Kunden in Kontakt zu treten oder sich mit Kollegen auszutauschen. Dass damit auch Risiken verbunden sind, ist den meisten nicht bewusst.

Auch die Firmen selbst befassen sich zu wenig mit dem Thema IT-Sicherheit und unterschätzen das Thema. Sie stellen kaum bis gar keine Regeln für die Nutzung solcher Netzwerke während der Arbeitszeit auf. „In vielen Unternehmen gibt es einfach kein Problembewusstsein“ berichtet Steffen Salvenmoser von PricewaterhouseCoopers, ein Experte für Wirtschaftskriminalität. Nur etwa jede dritte Firma stellt klare Vorschriften für die Nutzung sozialer Netzwerke auf, berichten die Netzwerkspezialisten von Palo Alto im Handelsblatt.

Ihrer Meinung nach sollten aber mehr Firmen solche Regeln aufstellen, denn gerade jüngere Mitarbeiter offenbaren vertrauliche Dinge und dienen der Konkurrenz als Informationsquelle. Durch diese Nachlässigkeit entstünden jedes Jahr rund eine Milliarde Euro Schaden. Natürlich sind aber auch die einzelnen User selbst verantwortlich dafür, was sie preisgeben.

Auf Platz 4 im Handelsblatt Ranking der größten sozialen Netzwerke, setzt Jappy gerade dazu an, die Wettbewerber hinter sich zu lassen. Und auch hier gibt es für die mehr als 1 Mio. absolut eindeutigen Besucher pro Tag viel zu netzwerken. Soziale Netzwerke sind ja auch dazu da, um Kontakte zu knüpfen und Informationen auszutauschen.

Die Mitarbeiter für mögliche Gefahren zu sensibilisieren, das sei Aufgabe der Führungskräfte. „Man kann technisch zwar eine ganze Menge machen, aber die größte Sicherheitslücke liegt im Verhalten der einzelnen Mitarbeiter.“ sagt Lutz Neugebauer, Bereichsleiter Sicherheit beim IT-Branchenverband Bitkom.

Quelle: Handelsblatt.com

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