Perfekt Alda!

Dieser Beitrag hat eigentlich nur ein bisschen was mit Jappy zu tun, auch wenn der Titel doch so manche Assoziation zu Randgruppen bei Jappy weckt.  Und ja: die Thematik ist nicht brandneu und die, die Basketball spielen, kennen den Inhalt eh schon lange. Aber er soll die Kraft Sozialer Netzwerke zeigen, die jedem offen steht und  die mal sinnlos, mal sinnvoll genutzt wird. Zum anderen hoffe ich natürlich, dass er Euch gefällt 🙂

Als Ü30er  finde ich es jedes Mal wieder erstaunlich, wie auch kleine Meldungen oder Empfehlungen den Weg durch die Flut von Berichten finden und Menschen am anderen Ende des Globus erreichen. Als Kind der siebziger Jahre ist man zwar nicht mehr mit Pferdekutschen (nur bei Playmobil) als Beförderungsmethode für Informationen groß geworden, kennt aber auch noch die eingeschränktere Medienlandschaft des ausgehenden Zwanzigsten Jahrhunderts. Was damals durch Fernsehen und Radio ziemlich eng gebündelt und auf den Mainstream geschnitten wurde, erreicht uns jetzt mit einem wesentlich größeren Spektrum an Informationen und einer höheren Geschwindigkeit. Es wird so viel getwittert, gepodcastet, social gebookmarkt und getickert , dass man bei vielen der Anglizismen keine Ahnung hat wie man sie in die Deutsche Sprache einbetten soll. Aber das sei nur am Rande erwähnt. Fakt ist, dass neben den Breaking-News und Headlines auch kleinere Informationen die Chance  haben über die unterschiedlichsten Kanäle ihr Publikum zu erreichen. Und dies hier ist eigentlich eine ziemlich kleine Meldung.

Was würden mich sonst schon Typen in Texas interessieren, die privat mit Bällen spielen; mit Basketbällen wohl gemerkt.

Wären da nicht die Ticker bei Jappy oder die „best rated / most viewed “ Funktion bei Youtube. Bei Jappy erfahre ich als Fan meiner Tickerstars, wer wo was neues gepostet, gesehen oder gehört hat. Auf der Grundlage meiner Interessen und Favoriten hingegen hat mir Youtube zudem die Videos von sechs texanische College-Typen empfohlen, die sich „Dude Perfect“ nennen, was im deutschen Slang wohl mit „Perfekt, Alda!“ zu übersetzen ist. Durch diese „Suggestions“ und die daraus folgende virale Verbreitung kam es auch zustande, dass eines der zwanzig  hochgeladenen Videos auf knapp 4,8 Mio Aufrufe kommt. Eine beachtliche Summe, wenn man mal von Videos mit Katzenbabys (Small Cute Kitten bei Youtube) absieht, die  verwunderlicher weise auf ähnliche Werte kommen.

Neben sportlichem Können und den medialen Kanälen, hat aber wohl auch die spitzenmäßig produzierte Musik der bis dahin absolut unbekannten Band „Manic Bloom“  zum Erfolg der Basketballer von „Dude Perfect“ beigetragen. Die hat zwar keine gepresste CD bei Riesen wie Amazon im Sortiment, findet aber  über die Bereitstellung der Musik auf iTunes, kostenlos als HQ-Stream auf der eigenen Website und Plattformen wie lastfm.de guten Absatz. Das ganze wurde so  im Netz angeschoben, dass selbst die einschlägigen Medien wie „ABC Good Morning America“ und „Bild.de“ in Deutschland drauf aufmerksam geworden sind. Ein imposantes Beispiel dafür, wie jeder mit besonderen Fähigkeiten und mit der „Macht“ – und zwar der des Social Webs – zum Star werden kann (zu den neuen STAR – Profilen bei Jappy gibt’s übrigens mehr in einem der kommenden Blogbeiträge).

Dass es sich  hierbei nicht um die dunkle Seite der Macht handelt, zeigt sich an einem anderen Aspekt, der für mich persönlich am bemerkenswertesten ist: die sechs Jungs aus der Stadt Austin als Vertreter der Spaß-Generation haben so viel Erfolg mit dem gefilmten Freizeitvertreib gehabt, dass sie ihren Einfluss über die Communitys für einen sinnvolleren bzw. einen höheren  Zweck nutzen: PR für ein Kinderhilfswerk und Trinkwasserprojekte ( http://www.compassion.com ). Und ich finde: genau das war auch diese kleine Meldung bei uns wert. Auf dass sich zahlreiche Nachahmer finden mögen, die diese Macht des Social Webs sinnvoll und für Ihre Zwecke in die Tat umsetzen.

Allen anderen wünsche ich viel Spaß beim Betrachten der Videos 🙂

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